Frauenkirche und mehr: Kulturfahrt nach Dresden (Frühjahr 2025)

Frauenkirche und mehr: Kulturfahrt nach Dresden (Frühjahr 2025)

Frauenkirche und mehr: Kulturfahrt nach Dresden (Frühjahr 2025)

# Kulturfahrten - Rückblicke

Frauenkirche und mehr: Kulturfahrt nach Dresden (Frühjahr 2025)

„Viel gelaufen, viel gesehen, viel geredet“ – eine durchaus treffende Zusammenfassung der vier Tage in Dresden und Umgebung! Anfang Mai starteten fast 40 Teilnehmende zur ersten der beiden Kulturfahrten der Auferstehungsgemeinde Bad Vilbel mit dem Reisebus in Richtung Dresden. Meißen mit Altstadt, Dom und Albrechtsburg bildeten den ersten Stopp. Der nächste Tag war dann Dresden gewidmet und Andrea Halling fasste die Eindrücke zusammen: „Unsere Kulturfahrt war wieder wunderbar und abwechslungsreich mit vielen neuen Eindrücken. Dresden ist wirklich wunderschön und passt kaum auf Fotos.“

© Klaus Neumeier

Der Tag begann und endete in der Frauenkirche: Im Austausch mit Frauenkirchenpfarrer Markus Engelhardt war nicht nur die besondere Kirche Thema, sondern auch die kirchliche und gesellschaftliche Situation in Sachsen. Viele benannten wie Kerstin Wrage und Christina Löffler dies sehr offene Gespräch als ihren persönlichen Höhepunkt der Fahrt: „Seine Ausführungen waren nicht nur informativ, sondern auch sehr eindrucksvoll. Er verstand es, historische Zusammenhänge verständlich zu erklären und gleichzeitig einen Bezug zur heutigen Zeit herzustellen. Besonders seine klaren Standpunkte zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen, … haben bei mir einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.“

Am Nachmittag gab es eine ausführliche Führung durch die wieder aufgebaute barocke Bürgerkirche und am Abend die Teilnahme am Friedensgebet, das jeden Freitag zu Versöhnung und Frieden aufruft. Frauenkirche und Kreuzkirche in Dresden sind Teil der „Nagelkreuzgemeinschaft“, die im englischen Coventry nach dem letzten Krieg als christliche Versöhnungsgemeinschaft ins Leben gerufen wurde. „Ich wünsche mir, dass dieses Erleben rund um die Entstehung der Nagelkreuzgemeinschaft mit dem Geschenk des neuen Kreuzes auf der Frauenkirche mehr Raum in der Öffentlichkeit in den Medien einnimmt, um uns allen heute bewusst zu machen, wie zerstörend Kriege und zwischen menschliche Gewalt ist und wir Gottes Gnade und Versöhnung brauchen“, so Daniela Nicolay zur Teilnahme an diesem besonderen Gebet. Jule und Thomas Kester weisen auf das das alte Turmkreuz der Frauenkirche hin: „Schwarz, verbogen, z.T. geschmolzen, irgendwie seltsam verbogen und verdreht... unter den Trümmern gefunden, geborgen, gereinigt und in der wiederaufgebauten Kirche aufgestellt. Es steht mit Stolz und etwas trotzig an der Seite und ruft uns zu: "ICH BIN DA!"“ Aber auch dies durfte an diesem Dresden-Tag nicht fehlen: der Besuch des Residenzschlosses mit dem Grünen Gewölbe sowie eine Führung durch die geschichtsträchtige Stadt. 

Der Samstag führte ins Elbsandsteingebirge zur Basteibrücke – und die Hälfte der Gruppe nahm die Schwedenlöcher in Angriff und verband so Kultur intensiv mit einer Wanderung durch atemberaubende Natur. Kirstin Teschner-Lütz berichtet: „Neben den kulturellen Highlights war insbesondere auch die Wanderung im zerklüfteten Elbsandsteingebirge ein ganz besonderes Erlebnis. Knapp 800 Stufen mussten bewältigt werden, um in die Schwedenlöcher, eine klammartige Schlucht, hinabzusteigen. Anschließend kam der schweißtreibende Aufstieg, vorbei an bizarren Felsformationen, bis zur Basteibrücke. Dort wurden wir durch ein spektakuläres Panorama über das Elbtal belohnt.“ Gemeinsam wurden dann Schloss und Park von Pillnitz besucht, bevor es mit dem Schiff nach Dresden zurückging. 

© Klaus Neumeier

Den Abschluss bildete am Sonntag früh der Besuch des Gottesdienstes in der Dresdner Kreuzkirche, neben dem Meißener Dom die Bischofskirche der Ev. lutherischen Kirche von Sachsen – und sehr lutherisch mit vielen liturgischen Gesängen war auch der in dieser Hinsicht für die meisten Fahrtteilnehmenden eher ungewöhnliche Gottesdienst. Mit Dank an Busfahrer Werner und an den Fahrtleiter und -organisator Klaus Neumeier endeten vier Tage mit intensivem Programm und als Erstteilnehmende betonen Karsten und Lilly Kallmeyer: „Wir empfanden als "Neulinge" in diesem Setting die Fahrt als angenehm, interessant und sehr vielseitig… Eine wirklich gelungene Kulturfahrt.“

© Klaus Neumeier

 

Lutz Rosenkranz

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