23/01/2026 0 Kommentare
Südafrika - Ndlovu-Projekt
Südafrika - Ndlovu-Projekt
# Partnerschaften

Südafrika - Ndlovu-Projekt
Partnerschaft mit dem Ndlovu-Projekt/Südafrika
Anlässlich einer Reise zur früheren Partnergemeinde in Venda im Nord-Osten von Südafrika besuchte vor rund 15 Jahren eine kleine Gruppe von Gemeindemitgliedern das Ndlovu-Projekt, um sich über den dortigen Ansatz zum Kampf gegen HIV/Aids in den ländlichen Gebieten Südafrikas zu informieren:
Der niederländische Arzt Dr. Hugo Tempelman gründete vor ca. 25 Jahren in Dennilton/Provinz Limpopo (2 Stunden östlich von Johannesburg) ein Krankenhaus zur Versorgung von Aids-Kranken und zur Prävention vor HIV-Infektionen. Um den Menschen nachhaltig zu helfen, kamen im Laufe der Zeit immer mehr soziale Einrichtungen hinzu, u.a. ein Kindergarten, ein Behindertenzentrum, die Unterstützung von Schüler*innen mit Sport-, Chor- und Bildungsangeboten, die Förderung von gesunder Ernährung und Hygiene. Auch Veranstaltungen für die gesamte Bevölkerung zur Sensibilisierung für Themen wie HIV, Gesundheit etc. gehören zu den Aktivitäten des Ndlovu-Projekts.
Die Besucher aus Bad Vilbel waren sehr beeindruckt vom Ndlovu-Projekt. Nach kleineren Spendenprojekten entstand die Idee zur Entsendung von Freiwilligen dorthin: Seit 2014 arbeiten zwei deutsche Freiwillige jeweils für ein Jahr im Projekt mit. Die Tätigkeiten der Freiwilligen sind sehr vielfältig und können von den Freiwilligen selbst mitgestaltet werden: Mitarbeit im Kindergarten, im Behindertenzentrum, Nachhilfe-Überstützung für Schüler*innen, Sportangebote, Mithilfe bei der Organisation besonderer Veranstaltungen. Die Freiwilligen knüpfen schnell Kontakte zu den lokalen Mitarbeiter*innen im Projekt und kehren mit prägenden Erfahrungen und Eindrücken der südafrikanischen Gesellschaft und Kultur zurück. Da immer wieder auch Freiwillige aus Bad Vilbel bei Ndlovu tätig sind, kann die Gemeinde an diesen Erfahrungen rege Anteil nehmen (auf den Fotos Bad Vilbeler Freiwilliges).
Die Entsendung der Freiwilligen läuft über die kirchliche Organisation „Diakonisches Jahr im Ausland“ (DjiA) und wird vom „weltwärts“-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziell gefördert. Da diese Förderung jedoch nicht ausreicht, unterstützt die Gemeinde den Einsatz von Freiwilligen im Ndlovu-Projekt durch eine jährliche Spende an die deutsche Hugo Tempelman Stiftung.
Durch die Corona-Jahre wurde die regelmäßige Entsendung von Freiwilligen unterbrochen. Nachdem im Jahr 2023 der Freiwilligendienst wieder aufgenommen werden konnte, gibt es leider neue Schwierigkeiten: Durch eine geänderte Visums- Politik der südafrikanischen Regierung erhielten die bereits ausgewählten Freiwilligen für das Ndlovu-Projekt wie auch für zahlreiche andere Projekte in Südafrika im Jahr 2024 und 2025 kein Visum. Wir hoffen sehr, dass diese Schwierigkeiten auf diplomatischen Weg gelöst werden können und dass der bereichernde und vom Ndlovu-Projekt hochgeschätzte Einsatz von Freiwilligen weitergeführt werden kann.
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