Guatemala - Schulprojekt Procedi

Guatemala - Schulprojekt Procedi

Guatemala - Schulprojekt Procedi

# Partnerschaften

Guatemala - Schulprojekt Procedi

PROCEDI-Schulsozialprojekt in Guatemala-City

PROCEDI wurde Mitte der 90er Jahre vom ehrenamtlichen Jugendleiter im Evangelischen JugendwerkHessen Christof Wünsch gegründet. Was als Nachhilfeprojekt begann, hat sich mittlerweile zu einem Schulsozialprojekt entwickelt. Seitdem unterstützen freiwillige Sammlungen auf den Freizeiten des Ev. Jugendwerkes die dortige Arbeit und eröffnen zugleich den Kindern und Jugendlichen hier den Blick in ganz andere Lebensverhältnisse, als sie bei uns vorstellbar sind. Auf diese Weise kamen die Bad Vilbeler Jugendmitarbeitenden mit PROCEDI in Kontakt.

Die Arbeit von PROCEDI in Guatemala ist für die Kinder und Jugendlichen lebensverändernd: Mit fast 16,6 Millionen Einwohner*innen ist Guatemala das bevölkerungsreichste Land Zentralamerikas und hat zugleich die höchste Geburtenrate. Auch mit einer Analphabetenrate von rund 30 % ist es Spitzenreiter. Guatemala ist geprägt durch einen hohen Anteil indigener Bevölkerung (ca. 42 %). Rund 54 % der Menschen leben in Armut. Im Viertel Lomas de Santa Faz leben rund 1.100 Familien der untersten Schicht in extremer Armut. Mit den drei Begriffen „Bildung“, „Wohlbefinden“ und „Verlässlichkeit“ steht PROCEDI für Werte, die im sozialen Umfeld einen Lebensunterschied für Kinder und Familien machen. Eine schulische Grundbildung ist die Grundvoraussetzung sich in der Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt integrieren zu können. Mit dem Colegio del Futuro wird zudem bei Jugendlichen Technik- und Medienkompetenz gestärkt, um sie auf die digitale Arbeitswelt vorzubereiten. Im Projekt wird selbst gekocht, um eine gesunde und ausgewogene Ernährung der Schüler*innen sicherzustellen. Mit dem Anbau von eigenem Gemüse im Schulgarten, werden sie für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisiert. Daneben gibt es saubere Sanitäreinrichtungen. Zudem gibt es regelmäßig medizinische Kontrollen. PROCEDI ist ein verlässlicher Ort für die Menschen im Viertel, der durch eine kontinuierliche und nachhaltige Arbeit Bestand hat. Das soziale Miteinander und ein fairer Umgang stehen gegen die sonst oft erlebte Gewalt, Ungerechtigkeit und Rassismus. Aus Bad Vilbel war Annika Küss für ein Jahr Freiwillige im Projekt und arbeitet heute im deutschen PROCEDI-Vorstand sowie im Partnerschaftsausschuss der Auferstehungsgemeinde mit.

Dies könnte Sie auch interessieren